„Ungarns Regierungschef Viktor Orbán rollt für Kremlchef Wladimir Putin in Budapest den roten Teppich aus. Ungarn will zum strategischen Partner Russlands in Mitteleuropa aufsteigen. Der Westen ist nicht begeistert.”

„Moskau liefert rund 60 Prozent des ungarischen Gases. Ungarns Premier Viktor Orbán kennt diese Abhängigkeit ganz genau.”

„An der Donau hat Russland viele Freunde. Die rechtsradikale Partei Jobbik ist traditionell pro-russisch. In Ungarn gibt es gegen einen pro russischen Kurs der Budapester Regierung durchaus Widerstand.”

„In der EU wird die ungarische Schaukelpolitik genau beobachtet. Doch die westlichen Regierungschefs wissen: Große politische Rücksichten nimmt Orbán auf andere EU-Länder in der Regel kaum.”

Handelsblatt

(http://www.handelsblatt.com/politik/international/kremlchef-in-ungarn-wenn-putin-orbn-besucht/11385474.html)

 

„Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt Präsenz im früheren Ostblock – oder versucht es zumindest: An diesem Dienstag kommt er zu einem eintägigen 'Arbeitsbesuch' nach Budapest. Nur zwei Wochen zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán besucht.”

„Mit anderen Worten: Eine Frontlinie im neuen Ringen zwischen Ost und West verläuft mitten in Europa – in Ungarn, genau da, wo die Bruchlinie schon von 1946 bis zur Wende verlief. Und beide Seiten sind bemüht, mit der besagten symbolhaften Präsenz diesen Ort im Herzen des Kontinents als zu ihnen gehörig zu kennzeichnen.”

„Orbáns Erfolge bei den letzten Wahlen beruhten nicht zuletzt auf seinem Versprechen billiger Energie für die ungarischen Haushalte.”

„Für Ungarn am wichtigsten sind die Gespräche über künftige Gaslieferungen aus Russland. Der geltende Vertrag läuft in diesem Jahr aus. Orbán nannte dies denn auch den Schwerpunkt der anstehenden Gespräche. Von russischer Seite wurde bestätigt, dass man 'viel' darüber sprechen werde; mit einer Einigung hat es Moskau freilich nicht eilig.”

Die Welt

(http://www.welt.de/politik/ausland/article137517357/Ungarn-die-neue-alte-Ost-West-Frontlinie.html)

 

"Nach der vereinbarten Waffenruhe in der Ostukraine ist es die erste Auslandsreise Putins. Offiziell ist er willkommen. Denn der ungarische Premier Viktor Orban pflegt seit Beginn seiner Amtszeit 2010 ein enges Verhältnis zu Moskau. Anfang vergangenen Jahres war Orban gern gesehener Gast im Kreml, nun kommt Putin zum Gegenbesuch."

"Die Sozialisten, derzeit drittstärkste Kraft in Ungarn, sehen Putins Besuch in Budapest dennoch als Chance, so wie Zoltan Gögös: 'Ich hoffe, dass Putin kommt, um sich nach Europa zu öffnen. Unser Ministerpräsident könnte zwischen den Seiten vermitteln. Aber wenn wir missbraucht werden sollen, um den Kalten Krieg fortzusetzen, wäre das ein großer Fehler'."

"Mit militärischer Gewalt setzte die damalige Sowjetunion der Revolution in Ungarn ein Ende und eine prorussische Regierung in Budapest ein. Dabei wurden tausende Ungarn getötet, zehntausende verletzt und hunderttausende Menschen flohen in den Westen."

Die Tagesschau

(http://www.tagesschau.de/ausland/putin-ungarn-101.html)

 

„Noch kurz vor der Abreise von Wladimir Putin nach Budapest ist sein Besuch eine geheime Kommandosache. Kein Ablaufplan, keine Details.”

„Nicht nur, weil der Ungar die 'illiberale Demokratie' russischer Prägung für ein Erfolgsmodell hält, sondern auch, weil Ungarn Moskau ökonomisch umwirbt.”

„Der Vertrag hat nicht nur Kernkraftgegner, sondern auch die EU-Kommission und Korruptionsbekämpfer auf den Plan gerufen. Denn er ist nie öffentlich gemacht worden, Rosatom ist als Generalunternehmer für das komplette Projekt allein verantwortlich, und Budapest will sich vom Kreml für Paks II satte zehn Milliarden Euro leihen. Die Abmachung war bei einem Besuch des Premiers in Moskau 2014 beschlossen worden.”

„Ungarn habe nationale Interessen im Zusammenhang mit Russland, unter anderem günstige Bedingungen bei Gaslieferungen und eine Vereinbarung über das Recht Ungarns, russisches Gas auch zu exportieren.”

Süddeutsche Zeitung

(http://www.sueddeutsche.de/politik/putin-besuch-in-ungarn-auf-kuschelkurs-mit-dem-kremlchef-1.2353560)

 

„Zu hören war die Sorge, dass es Putin gelingen könnte, einen Keil in die Europäische Union oder die Nato zu treiben. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat dazu in starken Worten bekundet, ausschließlich ungarische Interessen im Blick zu haben.”

„Und gegenüber den Vereinigten Staaten, die Orbáns Partei und den ihr nahestehenden Medien zeitweilig als Prügelknabe Nummer eins dienten, wird Entspannung signalisiert. Ungarn habe die Bande verstärkt und plane, die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Verteidigung auf eine neue Ebene zu heben, sagte Außenminister Szijartó.

Washington hat das Seine dazu getan, den Ungarn zu helfen, ihr Gesicht zu wahren. Nach langer Vakanz wurde eine neue Botschafterin entsandt, die mit Gesten wie einer Kranzniederlegung Goodwill demonstrierte; und der bisherige Geschäftsträger André Goodfriend, der mit Korruptionsvorwürfen einigen Staub aufgewirbelt hatte, wurde abgezogen.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung

(http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/putin-bei-orban-ein-heikler-besuch-in-budapest-13432410.html)

 

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